Wie Wildensorg ihr Jubiläum feierte
Bei Kaiserwetter feierte die Löschgruppe Wildensorg am ersten Maiwochenende gemeinsam mit hunderten von Gästen ein beeindruckendes 150-jähriges Jubiläum „Feuerwehr in Wildensorg“. Den Auftakt bildete ein Festzug vom Langgarten zum Festplatz am Eichelsee. Der Festzug wurde von zahlreichen Ehrengästen aus allen politischen Ebenen angeführt. Neben benachbarten Feuerwehren und allen Löschgruppen der Feuerwehr Bamberg nahm auch eine 30-köpfige Abordnung der befreundeten Feuerwehr aus dem Villacher Stadtteil Völkendorf teil.
Unter musikalischer Begleitung der Stadtkapelle Bamberg stellten sich die Abordnungen auf dem Festplatz auf, um der von Schirmherrn und Dompfarrer Dr. Kohmann zelebrierten Fahrzeugsegnung einen würdigen Rahmen zu verleihen. Traditionell werden die neuen Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Bamberg am Florianstag gesegnet. In diesem Jahr waren dies der neue Versorgungs-LKW, der CBRN-Erkunder, der Gerätewagen auf Ford-Ranger-Basis sowie der Abrollcontainer „Einsatzlogistik“.
Dass sich die Mühen der Organisatoren um die Löschgruppenführer Hubert Heil, Benjamin Reitzenstein und Michael Hoh sowie der gesamten Löschgruppe in den vergangenen Tagen und Wochen gelohnt hatten, wurde spätestens dann deutlich: Unmittelbar nach der Andacht waren alle Plätze im und vor dem Festzelt restlos besetzt. Der erste Arbeitstag von Herrn Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier wurde so zu einem wahren Feiertag. Geschenke der Partnerfeuerwehr Villach und der Patenfeuerwehr aus Bug wurden angenommen und die Wildensorger beschenkten Ihre Gäste mit einem bunten Programm, das für alle Generationen bis in die späten Abendstunden genau das Richtige bereit hielt.
Auch der Samstag begann früh. Bereits ab 7.00 Uhr schwärmten unzählige Helferinnen und Helfer in den Ortsteil aus, um an insgesamt 11 Stationen des Gaudileistungsmarsches zu helfen. Beim Gaudileistungsmarsch traten 13 Gruppen bestehend aus jeweils 4 Erwachsenen Feuerwehrdienstleistenden an, um einen der drei begehrten Pokale zu gewinnen und dabei „Gaudi“ zu haben. Ohne zu ahnen, was sie alles erwarten würde, wurden die Gruppen vom Wildensorger Feuerwehrmann (und Vorsitzenden des Feuerwehrvereins Bamberg) Michael Zopf nacheinander auf die Strecke geschickt.
Für die zu absolvierenden Übungen benötigten die Teilnehmenden in den folgenden Stunden viel Kraft (z.B. beim Traktorziehen), Geschicklichkeit (v.a. im Schlauchboot auf dem Karpfenweiher), Schnelligkeit (u.a. im Hindernisparcours) und Teamgeist (z.B. beim Skifahren am Hang der Altenburg). Obwohl jeder der Zurückkehrenden bereits überglücklich war, endlich wieder im Ziel und im Zelt zu sein, stieg die Spannung bei der Siegerehrung doch noch einmal deutlich an. Erwähnt sei an dieser Stelle, dass alle drei von Schlossermeister Sebastian Brendel gefertigten Pokale und damit die Plätze 1-3 in Bamberg blieben. Dass die Siegermannschaft aus Bug kommt, kann im Hinblick auf das dort in zwei Wochen anstehende Festjubiläum nur als gutes Zeichen gewertet werden! Insgesamt wurden die Plätze wie folgt belegt:
1. Platz: Feuerwehr Bamberg – LG Bug 1
2. Platz: Feuerwehr Bamberg – LG Wunderburg, Nord, Kaulberg
3. Platz: Feuerwehr Bamberg – LG Ost
4. Platz: Feuerwehr Bamberg – LG Wunderburg
5. Platz: Feuerwehr Bamberg – LG Kaulberg
6. Platz: Feuerwehr Bamberg – LG Gaustadt-Michaelsberg
7. Platz: Feuerwehr Völkendorf (Österreich)
8. Platz: Feuerwehr Geisfeld
9. Platz: Feuerwehr Bamberg – LG Bug 2
10. Platz: Feuerwehr Bamberg – LG Wildensorg
11. Platz: Feuerwehr Bamberg – LG Stadtmitte 1
12. Platz: Feuerwehr Bamberg – LG Stadtmitte 2
13. Platz: Feuerwehr Strullendorf
Auch am Samstag wurde deutlich, dass an alle Generationen gedacht wurde. Die Kinder spielten ausdauernd auf der Wiese und am Spielplatz, während sich die Marschteilnehmer im Zelt stärkten. Die Marschrückkehrer machten dabei den älteren Besuchern nicht den Kaffee und Kuchen streitig, sondern konzentrierten sich darauf, ihren Flüssigkeitsverlust durch die Zufuhr von Kaltgetränken schnell wieder auszugleichen. Historische Rückblicke und Geschichten konnten an vielen Ecken und zu vielen Gelegenheiten entdeckt werden. Die Vielfalt des Feuerwehrdienstes wurde auch dadurch sichtbar, dass sowohl der ausgestellte Tragkraftspitzenanhänger (TSA) als auch die Drohnengruppe der Feuerwehr Frensdorf reges Interesse auf sich zogen.
Am Abend klang das gesamte Fest rockig mit der Band „Oldischänder“ aus.
Die Feuerwehr Bamberg bedankt sich herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern sowie insbesondere bei der Löschgruppe Wildensorg für die äußerst gelungene Jubiläumsfeier. Ein weiterer Dank gilt allen Stationshelferinnen und Stationshelfern sowie den Kameradinnen und Kameraden aus den Löschgruppen und der UG-ÖEL Bamberg Stadt für ihre Unterstützung bei der Durchführung des Gaudimarsches.













































































